Donnerstag, 17. November 2016

Am Ende der Kompensation

Ich kompensiere nicht schlecht. Ich kann das echt gut. Und ich mache es in rauen Mengen. Ich ertrage auch viel. Vor allem Banales:

  • Das Baby schläft nicht.
  • Jede Stunde stillen.
  • Die Großen machen grad echt Radau, alle beide, jeder auf seine Weise.
  • Schulanmeldungen und mein Problem, dass ich selbst Schule gehasst habe und versuche die Schulwahl meiner Tochter nicht davon überschatten zu lassen.
  • Bewerbungsabsagen.
  • Geldsorgen.
  • Weitere Bewerbungen schreiben, auf die ich Absagen erhalten werde und die Angst und Selbstzweifel, die damit einher gehen.
  • Magen-Darm.
  • Baby schläft nicht und Erkältungen.
  • Der Versuch mein Gewicht nach der Schwangerschaftshungerkur zu halten.
  • Weihnachten bei den Schwiegereltern planen.


Keine weiteren Katastrophen bisher. Doch ich bin müde. Dann schrei ich eines der Kinder an, entschuldige mich, schäme mich, versuche nicht wieder zu schreien.

Am Ende des Tages um ca. 23.30 Uhr steht das Ende der Kompensation an. Ich liege im Bett und möchte heulen. Es ist so banal, ich trau mich fast nicht.

Es ist die Kompensation des Banalen.

Kommentare:

  1. Ich schicke ganz viel Kraft! und ersteinmal eine gut durchgeschlafene Nacht!
    Alleine der Schlafentzug durch stündliches Stillen und nicht-schlafendes Baby war auch bei uns furchtbar und da kam einiges anderes (aus meiner Sicht weniger banales wie Bewerbungen schreiben, Geldsorgen...) noch nicht einmal dazu.
    Für den Rest drücke ich natürlich auch die Daumen.

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  2. Ich wünsche Dir viel Schlaf und halt die Ohren steif!
    Es wird vorbei gehen.

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  3. grausam. tut mir leid. ich kenne das gefühl ähnlich. alles liebe <3

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  4. Die lieben Kommentare. Ich danke Euch!

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  5. Es wird wieder besser und mit jedem Jahr leichter! Nicht aufgeben!

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