Freitag, 29. Mai 2015

Look at me

Heute muss ich mal erklären, warum es so schwer ist, die Kinder nicht ungerecht und ungleich zu behandeln.

Keine Sorge, es liegt nicht an mir, sondern daran:


Meine Kinder sind, natürlich, total obersüß! Alle Anwesenden haben per Dekret sofort dahinzuschmelzen ob des natürlichen Zaubers meiner Prinzessinnen.
Aber ernsthaft, das Aussehen meiner Töchter birgt 2 Aspekte, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Unabhängig von den ganzen älteren Damen im Supermarkt, die das Kindchen ja so niedlich finden, sind meine Töchter begehrt. Junge Männer sprechen mich an, wie süß meine Mädchen sein. Eigentlich stimmt das nicht. Mit der Großen bin ich selten angesprochen worden. Aber seit die Kleine lächeln kann, bekommen wir öfter Komplimente. 

Man verstehe mich nicht falsch, die Große ist ein außerordentlich hübsches Mädchen mit blonder Mähne und verschmitztem Lächeln. Und ihr gehören auch die Augen, die ihr oben seht. Ich war bei ihr schon von ihrem Aussehen fasziniert, denn weder der Trüffel noch ich gehören in die Kategorie wirklich attraktiver Menschen.

Den Unterschied zwischen meinen Töchtern möchte ich mal anhand ihrer Augen darstellen. Dazu habe ich typische Bilder ausgesucht und möchte euch zeigen, wie sich die Augen entwickelten und wie in ihnen deutlich zu erkennen ist, welcher Mensch sich dahinter versteckt. 

Fangen wir also mit der Großen an. Das erste Bild ist ca. im Alter von 10 Monaten aufgenommen. Das letzte ist ein sehr aktuelles.

Man sieht deutlich, dass die Augen mit den Jahren immer melancholischer werden. Ihr Blick geht zunehmend ins Ferne und auch ins Innere. Ihre Besonnenheit und das Leben in ihrer eigenen Welt sind deutlich erkennbar. Seit geraumer Zeit kennt man sie nur mit zwei 'Ausdrücken' im Gesicht: verschmitzt oder versonnen. Sie ist ja eher von der braven und süßen Art und wird auch von außen meist so wahrgenommen.

Nun kommen wir zur kleinen, aber alles beherrschenden Schwester. Sie war schon als Baby nur mit 'schön' zu beschreiben. Ich nehme an, das sag ich als Mutter eh, weil, ist ja mein Kind. Aber dann fing es eben an, dass mich allerhand Menschen ansprachen. Das schöne Baby zog - gewaltig. Junger Männer mit Freundin im Schlepptau, die sofort auch so eines wollten. Ich hab vermehrt hasserfüllte Blicke diverser Frauen geerntet…

Aber das besondere an der Kleinen ist nicht nur die allgemeine Schönheit. Das Besondere liegt in ihren Augen:


Die Augenpartie - so viel sei verraten - hat sie vom Trüffel. Allerdings versteckt der diese hinter einer Brille mit -5 Dioptrien. Nicht so die junge Dame. Sie kam quasi mit Hundeblick zur Welt. Darin liegt die Magie und auch das Problem. Das erste Bild zeit sie mit 8 Wochen, das letzte ist ein aktuelles. Meine Kleine kann einen anschauen, so dass man nix erwidern kann. Selbst die große Schwester kommt und beklagt sich, die Kleine habe sie so angeschaut und ihre Schokolade gewollt. Und die Große hat sie ihr gegeben. Niemand hat diesem Blick etwas entgegen zu setzen. Zudem ist es ihr ganzes Auftreten - die Dame beherrschte von Anfang an die Kunst, alle in ihren Bann zu ziehen. Durch ihre schiere Präsenz. 

Daraus entsteht ein gewisses Problem, denn das Kind ist ja nicht schüchtern und steht allzu oft im Mittelpunkt. Vor allem der Papa kann ihr nur schwer etwas abschlagen. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir die Große dabei nicht vergessen. Inzwischen gelingt uns das einiger Maßen. Aber manchmal, da ist die Große zu Recht eifersüchtig. Und das tut mir leid. 

Der Babybonus hat sich bei der Kleinen bisher nicht verwachsen und so ist das Erstaunen jedes Mal groß, sollte sie doch mal nicht bekommen, was sie will. Sie beherrscht dann nicht nur das Ausflippen, sondern einen Blick, der vorwurfsvoller nicht sein könnte. Doch diesen versonnen Blick in die Ferne, den habe ich bei ihr noch nie gesehen. 

Ich finde es doch sehr erstaunlich, dass man schon anhand dieser Bilder so viel über meine Kinder erfahren kann. Geht es euch mit euren Kinder genauso?


Zum Abschluss dürft ihr mal noch raten, zu wem welche Schnute gehört. 
In diesem Sinne




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