Mittwoch, 8. April 2015

MütterfürMütter

Hm, nun versuche ich mal etwas Neues.
Ich möchte nun auch einmal etwas ins Leben rufen. Eine Blogparade. Ein Aufruf an alle Mütter nicht immer nur die negative Seite zu sehen. 
Klar, ich verstehe den Sinn von #geschichtenvomscheitern und auch den von #momsrock, aber all das betont mir unterschwellig doch zu sehr das Negative im Leben. Situationen sind schwer, ja. Erlebt jeder. Und wenn man etwas daraus lernt, umso besser. Aber wäre es nicht einfach mal schön, zu erfahren, wie sich Mütter gegenseitig das Leben erleichtern, sich helfen, sich unterstützen? Wäre es nicht mal schön, all die positiven Erfahrungen geschildert zu bekommen, als Anregung? Quasi: Tue Gutes und rede darüber! Nicht überheblich, nicht besserwisserisch. Sondern echt. Emotional und authentisch!

Ich würde also gerne von euch wissen, welcher Mami ihr als letztes geholfen habt. Habt ihr der Dame einfach zugehört? Habt ihr konkret ausgeholfen mit Wissen oder sogar Geld oder Kleidern? Habt ihr auf die Kids aufgepasst, oder gebt ihr quasi dem Nachbarskind Nachhilfe in Englisch? Habt ihr an der Kasse im Supermarkt das quengelnde Kind aufgeheitert, so dass die Mutter in Ruhe die Einkäufe bezahlen und einpacken konnte? Oder auf dem Spielplatz der Mami ein paar ruhige Minuten verschafft und kurzerhand ihr Kind in ein Burgbauprojekt verwickelt? 

All das wüsste ich gern, denn es wird Zeit der Welt zu zeigen, dass wir Mütter sehr wohl zusammen halten können! Es braucht nicht immer viel um einer anderen Mutter etwas zu helfen, wenn sie das gerade braucht. Und wann hat euch zum letzten Mal eine andere Mutter gezeigt, dass sie auf eurer Seite steht? 

Macht mit und zeigt der Welt, wie wir Mütter das mit der Solidarität selbst in die Hand nehmen! Es braucht nicht immer Grundsatzentscheidungen, es braucht oft nur ein wenig Verständnis und guten Willen, um einem anderen ein Lächeln auf's Gesicht zu zaubern. Wenn wir wollen, können wir ne ganze Menge, warum also nicht einfach mal nett sein zu unseresgleichen? Man muss ja nicht gleich jeder anderen die Welt zu Füßen legen. Aber wenn uns Staat, Rollenbilder, Gesellschaft, Chefs und Wirtschaft und machmal sogar die eigene Familie das Leben schwer machen, wird es höchste Zeit darauf zu pfeifen, was andere für uns tun können. Ran an den Speck, selbst ist die Frau und einfach mal ehrlich Hilfe anbieten oder einfordern, je nach Situation. Immerhin sind WIR die Gesellschaft, nicht die anderen!

So erhalten wir alle zudem Anregungen, denn wenn ich ehrlich bin, oft merke ich gar nicht, in welchen Situationen ich andere Mütter etwas unterstützen könnte ohne aufdringlich zu sein. Oder ich merke erst hinterher, dass ich da was übersehen habe. 

Es geht mir nicht um Gutmenschentum, sondern das Jammern mal abzuschalten und anderen eine Freude zu machen. Das versüßt nämlich auch mir den Tag und wer weiß, vielleicht stellt sich ja raus, dass die anderen gar nicht böse sind und wir schon längst mit der Alleinerziehenden aus dem 2. Stock befreundet sein könnten, hätten wir ihr nur mal eine Chance gegeben. Einfach so. Ohne Hintergedanken, ohne Gegenleistung. Welch ein Gedanke, dass Mütter doch tatsächlich ähnliche Erfahrungen machen und vielleicht gute Strategien kennen, ein glückliches Leben zu führen! Soll es ja geben!


Darum fang ich auch direkt mit einer kleinen Geschichte an, wie ich mal einer Mutter Hilfe anbot, obwohl ich sie nicht kannte und unsere Kids in die selbe Kita gingen. 
Die Dame war sehr schwanger und erzählte alsbald, es wären Zwillinge. Den Mann hatte ich noch nie gesehen und nahm demnach an, er sei eher zurückhaltend, was das Kinderzeugs anginge. Sie erzählte dann auch bald von ihren Sorgen, denn sie war Physikerin am CERN und, sein wir ehrlich, sie hatte furchtbar Angst um ihren Job, ihre Karriere. Zwei statt ein Baby können einen ganz schön aus der Bahn werfen und da ich ja nun das Uniding kenne, wusste ich, ihre Angst ist berechtigt. 
So wurde auch alsbald ihr Vertrag nicht verlängert - ihr kennt das ja. 
Jedenfalls fing es an, dass ich ihr zuhörte und sie zwar nicht trösten konnte, aber sie doch verstand. Ich konnte ihr auch in der Schwangerschaft zur Hand gehen, den großen Sohn mal einladen, ihr Essen vorbei bringen. Auch nach der Geburt. Es stellte sich heraus, dass kleine Gesten ihr wirklich halfen, denn ihr Kopf hing immernoch an ihrem beruflichen Ende fest. So etwas zu verarbeiten geht manchmal nicht von selbst und schon gar nicht schnell. Und dann sind da natürlich noch die Zwillinge, jetzt 3 Monate alt, die irgendwie alles durcheinander bringen. Da kann ich zwar nicht so wahnsinnig viel helfen, aber immerhin ein Kind so ablenken, dass sie hintereinander stillen kann, oder die anschließende Wickelrunde übernehmen, oder zumindest eines der Kinder tragen. Wir sehen uns nicht jeden Tag, aber ich hoffe doch, ich kann ihr etwas abnehmen, wenn ich sie besuche. Es war mir nie wichtig, mich dabei aufzuspielen. Ich dachte vom ersten Moment an einfach nur, wie froh ich wäre, würde mir irgendwer auch nur bei irgendwas helfen, wenn ich alleinerziehend mit Mann und sehr anspruchsvollem und begeisterndem Beruf Zwillinge bekommen hätte. Da wär mir der A*** ernsthaft auf Grundeis gegangen.

Kommentare:

  1. Hallo Rosalie :)
    Ich finde deine Idee sehr gut :)
    ich werde mir Gedanken machen, und einen Beitrag schreiben!
    Vielleicht kannst du dir ein kleines Logo überlegen ;)
    Schöne Grüße
    Bine

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    1. Ein Logo - logo.
      Schön, dass du etwas dazu schreiben möchtes. Ich freu mich drauf!

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