Montag, 18. August 2014

Vom Weiter-Stillen

Das Baby ist nun gute 10 Monate alt. 

Mal ganz ehrlich, ich bin müde. Nicht von zu wenig Schlaf, sondern erschöpft. Es ist diese unterschwellige zehrende Erschöpfung. 

Es ist das viele Stillen. Das macht mich fertig. 

Mein Körper sehnt sich nach Rückzug, nach einem Zyklus, nach Erholung. 

Seit Beginn der Schwangerschaft bin ich ständig krank. Das hält bis heute an. Die Viren freut's, die körperliche Belastung ist enorm. 

Je länger frau stillt, desto mehr Resourcen werden verbraucht. 

Alle proklamieren nur, wie gut das Stillen sei. Nur Vorteile. Keine Nachteile. 

Falsch. 
Es hat sogar ganz schwerwiegende Nachteile. Und ich bin nicht die Einzige, die das so sieht.

Es gibt da nur ein Problem mit dem Abstillen: ich kann nicht.

Es liegt nicht am Baby. Sie isst gut und nimmt problemlos die Flasche. 

ICH kann nicht. Ich kann ihr keine Flasche in die Hand drücken. Das ist einfach komplett falsch. Schaff ich nicht. 

Irgendwas ist mit mir passiert. Es hat mich einfach überrollt und nun weiß ich nicht, wie ich mich dagegen wehren soll. 

Bei der Großen war es ganz einfach. Da hat alles gepasst. Aber dieses Baby, das kann ich nicht loslassen. 

Sie ist mit allem viel früher dran als die Schwester - Essen, Krabbeln, Laufen...
Sie ist schon lang nimmer ein kleines hilfloses Baby. Und nun kann ich die einzige Babysache, die wir noch haben, nicht aufgeben. 

Es ist absurd. Mein Körper schreit: aufhören!
Mein Kopf sagt: niemals!

Und ich? Ich bin soo müde. Und schon wieder erkältet...

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