Mittwoch, 9. Juli 2014

Rosalies Lieblinge

Ich plane eine neue Rubrik. 

Bevor man ein Kind bekommt, denkt man ja, was man alles braucht und was so ein Baby braucht, und dann steht man stundenlang in Läden und lässt sich irgendwas aufschwatzen und hinterher hat sich so manches gelohnt, einiges aber auch nicht. 
Das war jedenfalls meine Erkenntnis. Auch wenn wir nicht besonders viele Fehlkäufe getätigt haben. Hinterher dachte ich oft: Das hätte ich gleich zu Anfang wissen sollen. 
Ich musste bei so manchem Produkt suchen, weil ich der Meinung war, da muss es doch was besseres geben…

Nun also meine persönlichen Hits, auf die ich im Leben mit und für Kinder nimmer verzichten würde.

Fangen wir also an bei den Grundlagen: Schwangerschaftsmode.

Die meisten Frauen denken ja, da bräuchte man nicht viel. Man trägt das ja nicht lang und dann braucht man auch kein Geld dafür auszugeben.

Falsch. 

Zum Hosenkauf würde ich keinesfalls empfehlen in ein großes Kaufhaus zu gehen und in der spärlichen Schwangerenecke irgendwas zu suchen. Die Hosen müssen sitzen, sehr bequem sein und der Jahreszeit angemessen. Bitte keine Jeans im Sommer. Im 7. Monat bei 30 Grad ist das nicht angebracht. Ebenso der BH. Man sollte ganz unbedingt eine Fachperson zu Rate ziehen, die Erfahrung mit Schwangerenbrüsten hat. Ach, und die gibt's übrigens auch in hübsch und nicht nur in Marke besonders schlicht.

Ich persönlich finde das wichtig. Denn je weiter die SS fortschreitet, desto mehr Zipperlein treten bei den meisten Frauen auf. Egal ob Rücken, Sodbrennen, Hüftschmerzen, entzündetes Zahnfleisch und was sonst noch alles. Wenn dann auch noch die Kleidung zwickt, die Hose zu eng oder zu weit ist, die Brüste gedrückt werden, oder rumbaumeln trägt das nicht zum Wohnbefinden bei. Ernsthaft.

Mein Argument ist auch immer: Man gibt so oft für Scheiss Geld aus. Dann reicht's auch für Schwangerschaftshosen. 

Ich hatte das Glück, meine Erstausstattung in Freiburg kaufen zu können. Da gibt es 2 ganz hervorragende Läden.
Hier in HD ist das schon schwieriger. Da bin ich mit den Läden so überhaupt nicht zufrieden. Allerdings hab ich ja schon so manches und wusste auch, was ich will und brauch. Gerade wenn man mehrere Kinder plant, kann man sich ruhig eine schöne Garderobe zulegen. Man läuft dann doch so einige Zeit damit rum. 
Und bei der 2. SS musste ich auch viel früher zur Schwangerschaftshose greifen, weil der Bauch schon früh einfach rausploppte.

Nun ist die Mode auch vom Stil abhängig, das ist mir klar. Ich hab kaum offizielle Kleider und seh selten hochseriös aus. Darum trag ich gern orientalische und asiatische Hosen. Meine Lieblinge schon vor der Schwangerschaft: Pluderhosen mit Gummibund oder Wickelhosen. Die gehen auch in der Schwangerschaft super. 

Was auch immer geht: Bauchbänder. Manche mögen's, manche finden die total blöd. Jedenfalls gibt's die auch in schön und man kann damit super die zu kurz werdenden T-Shirts verlängern. 

Es gibt auch ganz wunderbar kugelbauch-geschnittene Kleidchen für den Sommer samt Strumpfhosen für die Kugel. Davon kann man auch nie genug haben. Allerdings empfehle ich unter die kürzeren Kleider eine Schwangerschaftsleggins oder -radlerhose, denn welche Dame schafft es bitteschön immer mit dickem Bauch elegant auf dem Stühlchen auszuharren? 

Ein ganz wichtiges Thema sind auch die Jacken. Die meisten Schwangeren ziehen irgendwann einfach die Jacke des Gatten/Freundes an. Kann man machen. War mir persönlich zu blöd. Vor allem, da es für mich eine viel geschicktere Lösung gab, die ich eigentlich jeder Schwangeren ans Herz legen würde:
Jacken mit Einsatz.
Ich hab eine leichtere Softshelljacke von MaM, die super flexibel ist durch den Einsatz und nach der Geburt dank einiger Tricks nicht nur das Baby, das am Bauch getragen wird kuschelig umhüllt, sondern später auch das Kind auf dem Rücken schützt. Ideal für die Übergangszeit. Dazu hab ich mir einen Wintermantel zugelegt, der einen Bauch-Einsatz und einen Baby-Einsatz hat. Meiner ist von AgnesH

Frau sollte das nicht unterschätzen. Wer sein Baby viel tragen möchte/muss, der wird froh sein um eine Jacke für beide. Man muss auch das Baby nicht umständlich einpacken. Einfach rein in die Trage/Tuch, Jacke drüber und los. Außerdem kann man je nach Tragehilfe die Kinder ja auch wunderbar in dieser Position stillen und ihr glaubt mir nicht, von wie vielen Müttern ich im Winter angesprochen wurde auf meine Jacke. Denn wer sich und das Kind bei Wind und Wetter erstmal auspacken muss und dann auch noch an bestimmten Stellen friert, dem macht Stillen bestimmt keinen Spaß. 
Die Jacken von MAM gibt's übrigens auch für Männer. Soll ja keiner benachteiligt werden hier…

Alles in allem trägt man bei 2 Kindern so eine Jacke schnell mal für über 2 Jahre. Da lohnt sich der Kauf durchaus. Und sie sitzt einfach besser, als eine Männerjacke.

Und noch ein Kleidungsstück, das Beachtung finden sollte: Der Schlafanzug.
Vielleicht schlaft ihr nackt, dann betrifft euch das Thema erstmal nicht - bis zur Geburt. Sollte die Schwangere aber gerne nachts leicht bekleidet sein, dann kann man den alten Pyjama getrost mal hinten im Schrank verstecken. Der wird nämlich schnell unbequem.
Auch da sollte man sich an ein Fachgeschäft wenden, oder mal bei DaWanda schauen. Es gibt nämlich super bequeme Schlafanzüge und Nachthemden, die mitwachsen und gleichzeitig zum Stillen gemacht sind. Spätestens in der Krankenhaustasche sollte sich so etwas finden, denn sonst sitzt Frau schnell halb nackig stillend vor der Familie der Zimmergenossin. Das ist für viele nicht unbedingt die Stillatmosphäre, die sie sich wünschen. Ich persönlich besitze ein Teil mit langen und eines mit kurzen Ärmeln. Und da ich nachts im Liegen stille, ist mein Schlafanzug eines meiner Lieblingsteile (meine sind von VIP Mama). 
Auch das trägt man im Normalfall 1,5 Jahre und man spart sich viele halbgare experimentelle Lösungen für's Krankenhaus und für Zuhause. Denn nicht jeder sitzt nach der Geburt gern halbnackt vorm Schwiegervater und stillt das Baby. Den Enkel anschauen ist ja ok, aber die Mutter - nun ja.

Mich wundert's immer, dass der Markt für Schwangerenmode so klein ist und das meiste davon noch hässlich. Gerade in dieser Zeit braucht Frau nämlich schöne und bequeme Kleidung. Und wer mehrere Kinder plant, der sollte sich eine Komplettausstattung gönnen und sich statt Babykram von der Verwandtschaft lieber einen Kleidergutschein wünschen. Sehr empfehlen kann ich - wie schon erwähnt - DaWanda. Denn Mütter wissen oft am besten, was sie für andere Mütter nähen könnten. Die meisten haben diese Marktlücke wohl entdeckt, da sie selber in der Schwangerschaft nicht das gefunden haben, was sie suchten.

Ich bin bestimmt kein Modehäschen und mein Stil ist durchaus nicht mit Dresscode zu verwechseln. Aber ich finde, diese besondere Zeit erfordert besonderen Aufwand und etwas Würdigung. Und in seinen Kleidern soll man sich schließlich wohlfühlen. 

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