Mittwoch, 7. Mai 2014

Bettgeflüster

Dieser Post ist nichts für Eltern, die
…nachts aufstehen müssen.
…ständig weinende Kinder trösten müssen.
…strenge Schlafrituale für unabdingbar halten.

Ich habe mit meinen Kindern unfassbares Glück. Sie sind total einfach in der Haltung. Ich kann nicht mitreden bei Schreikindern, dauernden Erkrankungen (obwohl beide in der Kita sind), durchwachten Nächten, schrecklichen ausdauernden Trotzphasen oder sonstigen Problemen. 

Zum Glück.

Das alles ging bisher völlig an mir vorbei und ich hab ehrlich gesagt auch kein Bedürfnis das zu erleben.

Ich möchte heute aber etwas von dem unfassbaren Glück teilen. Naja, vielleicht will ich auch ein bisschen angeben. Aber das ist ja mein Blog - also warum nicht. 

Es soll um eine kleine Gute-Nacht-Geschichte gehen. Sie ereignete sich gestern. Ich war allein mit den Kindern. 

Doch zuerst muss ich ein wenig die Rahmenbedingungen erläutern. 
Wir haben ein Familienbett. Wir haben einfach unser Bett noch ein 2. Mal gekauft und unsere Schlafordnung lautet: Wand - Ferkelchen - Trüffel - ich - Babyferkel - Babybay.
Baby schläft nicht im Babybay sondern immer an mich gekuschelt. War schon immer so.

Zudem gibt es bei uns keine festen Bettgehzeiten. Obwohl die Kinder und die Eltern schon immer zu einer bestimmten Zeit morgens raus müssen. Meine Kinder werden als Nachteulen geboren, das heißt, sie werden erst ab 19 Uhr so richtig wach. Im Bett sind sie meist so um zehn bis halb elf und schlafen dann bis morgens um acht. Dem Ferkelchen reicht das völlig. Schläft sie früher ein, steht sie auch früher auf. Babyferkel macht das, wie Babies das eben so machen und schläft ca. 2 Stunden am Tag und auch von 22-8 Uhr. Beide Kinder schlafen durch - immer.

Wir haben kein festes Ritual außer Zähne putzen und Schlafanzug anziehen. Manchmal gibt's eine Geschichte, manchmal Singen, manchmal nur Kuscheln. Und meine Kinder schlafen immer an ein Elternteil gekuschelt ein. Wir haben nie ausprobiert, die Große alleine einschlafen zu lassen. Es war uns bisher nie ein Bedürfnis.

Als das Baby kam, war eine der größten Sorgen, wie das wohl mit dem Einschlafen funktionieren würde. Unterschiedliche Rhythmen und Bedürfnisse, das Baby hat's auch nicht gern ganz Dunkel…
Das Baby hatte aber von Geburt einen bezaubernden Schlafrhythmus von 23-7 Uhr, den wir im Nu dem des Ferkelchens angeglichen hatten.

Nun, davon soll meine Geschichte handeln. 
Wir kamen vom Spielplatz heim um 18.30. Ich konnte mich nicht recht entscheiden, wer schmutziger war: groß oder klein. Also steckte ich zuerst das Baby in die Wanne. 

Gegen 19 Uhr war die Kleine dann frisch poliert und ich machte mich ans Abendessen. Das dauert immer sehr lange, denn meine Kinder spielen viel mit ihrem Essen, vor allem das Baby. Danach kam die Große in die Wanne - es war etwa 20 Uhr. 
Sie liebt baden und braucht mindestens ne 3/4 Stunde, bis sie da wieder raus kommt. Inzwischen hab ich das Abendessen abgeräumt und mit dem Baby gespielt. 
Dann die Große abduschen und Bettfertig machen. Da war es 21.30 Uhr.

Und ab ins Bett. Baby auf der einen Seite, Ferkelchen auf der anderen. Gestern gab es zwei kurze Geschichten, dann hab ich das Licht ausgemacht. Noch mal Stillen im Liegen: Ich - Baby - Ferkelchen hinten ans Baby gekuschelt. 
Als Baby fertig war, hab ich mich hinter das Ferkelchen gekuschelt und so lagen wir da, wie die Orgelpfeifen. Das Baby erzählte noch ein bisschen was, Ferkelchen tätschelte ihr den Kopf. Dann war plötzlich Stille und ein leises Schnarchen kam auf. Punkt 22 Uhr.

So läuft das immer bei uns, wenn ich allein mit den Kindern bin. Ist der Trüffel zu Hause, übernimmt er meist die Große und die Küche. Theater am Abend machen die Beiden nicht. Warum? Keine Ahnung.

Meine beiden Kuschelkinder sind einfach traumhaft. Und es ist nicht mein Verdienst. Die kamen so zur Welt. Unfassbar, oder?

Klar, sie werden sich schon streiten und es wird auch oft drunter und drüber gehen, aber grundsätzlich sind die total entspannt. Kein Weinen, keine Ausraster beim Zähne putzen. Ich hatte mir das anders vorgestellt, nach allem, was ich so hörte. 
Ich bin einfach ein riesen Glückspilz mit diesen Kindern!!! Und genieße es...

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