Montag, 14. Januar 2013

Tiere

Fangen wir gleich mal mit nem super Streitthema an: Tiere, Tierliebe, Haustiere, Zootiere, tote Tiere...

Ich liebe Tiere! Ich bin mit Tieren aufgewachsen - Landleben, wenn man so will. Hund, Katze, Maus etc.


Man kann sagen was man will, Kinder und Haustiere sind ja so ein Thema. Verantwortung für ein Haustier finde ich eine sehr gute Sache. Kindern beizubringen, dass unsere Mitlebewesen Schmerz erleiden können, Gefühle haben und Fürsorge brauchen ist ein wichtiger Aspekt der Erziehung. 

Ich war nie ein psychopathisches Kind, dass Tiere quälte, aber naja sie fanden doch so manches Mal den plötzlichen und leider auch qualvollen Tod. 
Ich hab brav das Goldfischglas gereinigt und weil doch Winter war, wollt ich es dem Fischli gemütlich warm und kuschelig machen im sauberen Glas. Nach einigen Minuten war er leider gar. Der ausgebüxte Hamster, der hinter der Heizung festklemmte - unschön. Die Maus, die sich durch den Plastikkäfig nagte und auf einen Kaktus fiel - tja, das war schon irgendwie komisch, diese aufgespießte Maus... 
Zu meiner Verteidigung darf ich aber sagen, dass ich auch viele Tiere hatte (Nagerzucht), dich ich liebevoll pflegte, bis sie an Altersschwäche einschliefen. Ein Hamster hatte mit drei Jahren keine Zähne mehr und wurde mit Crème fraîche und Schmerzmitteln gegen die Arthritis liebevoll gehegt.
Jedenfalls haben wir momentan keine Haustiere. 

Wir dürfen nicht, Biologenproblem...man könnte Zoonosen auf Versuchstiere übertragen. Labortiere, tja, das ist ein Thema für sich. Da ich überwiegend mit Zellkultur arbeite bin ich der festen Überzeugung, dass Tierversuche unerlässlich sind. Aber da hat jeder so seine eigene Meinung und die will ich jedem auch lassen.


Tiere essen: JA. Eines meiner ersten Worte war 'Nitzel' und das ist bis heute so geblieben. Ich finde Fleisch essen ok. Wer's lieber lässt, dem koch ich gern was Fleischloses.

Nutztierhaltung - nun, so mal ehrlich, ich hab eigentlich Agrarbiotechnologie studiert. Ich kenn mich also a bissel aus und hab mich damals sehr für die Unterschiede konventioneller, ökologischer und gentechnisch veränderter Produktion von Lebensmitteln interessiert. Das hat mich schnell erkennen lassen, dass Ethik, Wissenschaft, Biologie, Ökonomie und die Meinung der Konsumenten aber auch niemals gar nix mit Realität zu tun haben können. 
Ich hab schon als Kind gesehen, wie Stallhasen geschlachtet und Hühner gerupft wurden. Egal. Ich mag Schnitzel und so bleibt es.

Zootiere: Ich finde Zoos klasse! Und mit Kind, also wir haben eine Dauerkarte und gehen jedes Wochenende. Allerdings auf die Gefahr hin, dass mein Kleinkind irgendwann mal von den Ziegen im Streichelzoo gefressen wird. 

Dass Tiere in Zoos nicht so leben wie in freier Wildbahn - also das ist ja nun klar. Alle Zoos geben heute ja aber ihr Bestes um Mittel für neue Gehege und Verbesserungen zu bekommen. Zoos werden in 'Erlebniszoos' umgebaut und ich finde das sehr gut. Das geht nicht von heut auf morgen, aber es tut sich einiges.

Tierschutz: unbedingt. Man soll die Tiere nicht quälen. Allerdings bedingt industrielle Fertigung von großen Mengen an Lebensmitteln nunmal, dass die Nutztiere kein artgerechtes Leben haben. Sie werden gezüchtet um geschlachtet zu werden. Und ja ich setze mich dafür ein, dass Gesetze dem Optimierungswahn Einhalt gebieten. Man muss aber immer weiter diskutieren wollen. 


Tierschutzgesetz: Wir leben und arbeiten in der Schweiz. Das Tierschutzgesetz hier spricht von der Würde des Tieres. DAS finde ich extrem Heikel, auch wenn ich den Grund dafür verstehe. Aber das ist ein eigenes Thema.


Als Mutter fällt mir spontan ein: Mein Kind isst auch gern Fleisch, es liebt den Zoo und wir werden auf jeden Fall später mal Haustiere haben. 

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